Montag, 27. Dezember 2010

Via Sydney auf die Insel

Sydney war wie erwartet super schön. Hier haben uns die klare Luft und die intensiven Farben beeindruckt.
Am Ankunftstage, dem 25. Dezember, sind wir stundenlang durch die verwaisten Strassen geschlendert. Es schienen noch alle unterm Weihnachtsbaum zu schlafen.
Es ist der einzige Tag im Jahr wo fast alles zu ist.
Ganz anders war's am Boxingday, so heisst hier der Stefanstag. Der Ausverkauf hat begonnen und alles strebte zum Shopping. Das waren wir uns wieder gewohnt.
Wir nahmen die Fähre nach Manly. Auch hier viel Volk, das den Beginn der Sommerferien genoss. Die Lage dieser Stadt ist wirklich einzigartig schön.
Inzwischen sind wir im tropischen Fiji angekommen. Hier ist alles einfacher und langsamer. Heute sind wir noch auf der Hauptinsel Viti Levu, morgen aber beginnt das Inselhopping.
Dann sind wir noch weiter weg von der Zivilisation. Zwölf Stunden vor Mitteleuropa werden wir ins neue Jahr hüpfen. See you next year!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Ying and Yang

Nicht zu fassen, dieser Gegensatz von der kühlen Stille der Heimat zu diesem warmen, lauten Moloch HongKong. Es haut einen fast um, faszinierend aber schwer zu beschreiben. Endlos reihen sich schmale (zimmerbreite), riesige Wohntürme, die wie asiatische Dämonen im Dunst der feuchten Morgenluft von den steilen Hügeln herunter zu staksen scheinen. Manche haben grosse Fenster, andere wirken wie verschlossen. Abflussrohre ziehen sich die Fassade hinauf. Nicht Fenster sondern mit vergilbten Vorhängen verhängte und mit Klimaanlagen verschandelte Lichtdurchlässe machen die prägenden Architekturelemente aus. Es gibt glänzende Einkaufsmalls sowie chaotische Strassenmärkte und über allem hängen verschiedene, schwer auszumachende Düfte. Es scheint überall gekocht zu werden. Heimeliges und verstörendes liegen nebeneinander. Alles prickelt und wuselt und gefällt, die grünen Hänge wie der Beton, trendige Teenies, gestylte Püppchen, Grossväter, die ihre Enkelinnen zur Schule begleiten, oder kichernde Alte, die sich im Park unterhalten. Andernorts schmilzt das Herz, hier brutzelt es.

Freitag, 17. Dezember 2010

Spannung steigt - Schnee fällt

Übermorgen soll es also losgehen. Die Haushütetruppe hat kurzfristig abgesagt und wir können zu allem Vorbereitungsstress nun auch noch das organisieren. Der Rücken schmerzt, die Ohren sausen, das Burn-out lodert. "Ab auf die Insel!" Doch werden wir sie je erreichen? Hier fällt Schnee in rauen Mengen, was wehmütig macht - ich werde einige Schneetouren verpassen - und erneut Tensionen auslöst (gibt's das Wort überhaupt) denn bei dem Schnee fliegt kein Flieger nirgendwo hin. Jetzt nur nicht "mal' pensare" Milano arriveremo in ogni caso. Ach so schön das Italienisch auch ist, nun ist Mandarin gefragt.