Morgen überschreiten wir den Wendekreis des Steinbocks (Capricorn) und kommen damit wieder in den Tropengürtel. Wir nehmen vielfältige Bilder mit und hoffen auf Wetterglück im Monsunbereich.
Montag, 28. Februar 2011
Mittwoch, 23. Februar 2011
Brisbane, Queensland - Sunshine State
In Brisbane sind wir in brütiger Hitze angekommen und wurden gleich gewarnt, es werde bald ein heftiges Gewitter losbrechen.
Tatsächlich färbte sich der Himmel tiefschwarz und wir brachten uns unter den Gebeinen eines Dinosauriers im naturhistorischen Museum in Schutz.
Wir überlebten den Klimawechsel besser als der Saurus, fühlten aber schon nach wenigen Stunden tief mit unseren Freunden und Angehörigen zuhause mit, die solche Temperaturen oder gar noch weniger jetzt schon seit Wochen ertragen müssen.
Morgen geht es weiter an die Sunshine Coast, hoffentlich hält sie, was sie verspricht.
Donnerstag, 17. Februar 2011
Nimbin im Hinterland von Byron Bay
Sonntag, 13. Februar 2011
Von Sorgen und Nöten
Unsere Reise läuft ja prima. Wir treffen auf wogendes Meer und rollende Hügel. Sehen das satte Grün des Regenwaldes von Dorrigo oder das azurblaue Wasser von Nambucca Heads. Doch auch uns erfassen die Sorgen, welchen Sonnenschutzfaktor brauchen wir heute 15 oder 30? Wollen wir jetzt schon in Bellingen oder erst später in Bellville eine Pause einlegen? Diese Antwort ist schnell gefunden, als wir das Schild von Fredo Pies Shop sehen. Zig gedeckte Kuchen gibt es hier, mit Krokodil- oder Kamelfüllung - ohne Kohl, oder doch, es gibt auch Gemüsefüllung. However, wir haben zugebissen. Chri wurde auch schon von Alpträumen geplagt, so träumte sie, dass sie ein Zöllner älter geschätzt hatte als mich, was für ein HORROR! Dabei sehe ich nur jünger aus, weil ich mir ein Bäuchlein wie ein Baby angefressen habe. Das sieht echt herzig aus – wenn man fünfzig Jahre jünger ist.
Dienstag, 8. Februar 2011
Weiss und Rot
Eigentlich möchte ich von der Schönheit des Hunter Valley berichten, von Shiraz und CabSav, von Semillon und Chardonnay. Wir hatten aber so viel davon aufuns'rer Tour, dasss uns die Stimme fehlt und der Verschtand. Hicks. Shchööön wars und jetzt legen wir uns hin. Ja un Kängurus hüfften über die Reben, ziemlich strange, aber vielleicht habn wir nur geträumt. Schlaft gut.
Montag, 7. Februar 2011
Umgestiegen
Aus dem heissen Zentrum zurück in Sydney, ein weiteres Mal, sind wir nun auf unser eigenes Häuschen mit vier Rädern umgestiegen. Mit unserem Apollo, fast so lang wie die Rakete, sind wir von der Hitze in die vermeintlich kühlen Berge, die Blue Mountains geflohen. Dort war es prächtig und prächtig heiss. Wegen der höheren Luftfeuchtigkeit setzte uns die Wärme fast so zu wie im Outback. Nach einer kurzen Wanderung waren wir froh um die Möglichkeit, nahe dem Campingplatz in den Pool des Örtchens Blackheath zu springen. Am nächsten Tag fuhren wir ans Meer, wo wir eine kühle Brise erwarteten, aber nicht fanden.
Überall Sonne und für immer, dachten wir. Es brauchte jedoch nur ein kleines Stossgebet, "bitte etwas kühler" und schon brauten sich Wolken zusammen.
Auf dem Campingplatz 'Two Shores' wurde ich auf meinen 'distinctiv accent' angesprochen. Sie hätte ihn als schweizerisch erkennen können. Ich war natürlich sehr beleidigt, trotzdem "schpiikte" ich (akzentfrei) weiter. Aussies sprechen gerne mal ein paar Worte mehr als ja und Amen. Sie sagte, überall habe es geregnet nur hier nicht, sie könnten es brauchen. Als es dann loslegte, sagte ich, das hätte ich mitgebracht, mein Name sei Rainman. Sie bedankte sich herzlich und ich: „it's ä pläscher“. Durch den Regenvorhang winkte uns beim Abschied die ganze Familie dankbar nach.
Dienstag, 1. Februar 2011
Hot hot hot
Das red, hot, center of Oz hat uns nicht enttäuscht. Wir fuhren mit einer 4WD Camping Tour via Uluru (Ayers Rock), Kata Tjuta (Olgas), Kings Canyon zu den West McDonnell Ranges und wurden von ocker, grün und blau, vor allem aber der Hitze bis über 50 Grad C beeindruckt. Die Kaltwasserhähne in den Duschen brachten nur warmes, bis heisses Wasser hervor. Tatsächlich kam es zu einem Hitzetod in einer anderen Reisegruppe. Unser Guide forcierte uns nun noch mehr, dauernd Wasser zu trinken und mixte uns sogar ein eigenes isotonisches Getränk. Wir starteten jeweils frühmorgens unter einem glitzernden Sternenhimmel zu unseren Touren und somit konnten wir uns nach den Wanderungen vor der grössten Hitze in den Air Con Bus zurückziehen. Wir genossen das Schwimmen in den Gorges um so mehr. Es ist wirklich ein Land der Übertreibungen. Nach zu viel Wasser, nun zu viel Hitze - und eben erfahren wir, dass sich ein neuer Zyklon auf Queensland zu bewegt – auch zu viel Wind. Doch die Aussies nehmen es locker („no worries!“) und so machen wir es auch.
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