Das sind sie nun, die Glücklichsten von allen. Nun ist es nicht so, dass alle vor sich hin strahlen würden. Man denke auch an die Schweizer, die auf der Rangliste ebenfalls weit vorne sind. Doch Heiterkeit ist immer nahe, ein kurzer Blickkontakt und schon erstrahlt ein freundliches Lächeln. Worauf gründete das Glück? Nach mörderischen Stammeskriegen und grausamen Ritualen, nahmen sie den ihnen zugetragenen Glauben der Missionare auf und kultivierten ihn auf ihre Weise. Der schon zu früheren Zeiten bestehende Befriedungskult (Tänze, Geschenke, Friedenszweige) wurde zum zentralen Leitgedanken. Die Bevölkerung lebt in sehr vielen kleinen Gemeinden, die vom Chief geführt werden. Er ist die Respektsperson, das Oberhaupt und der Richter. Doch ist er nicht viel vermögender als die andern Dorfbewohner. Dinge, die verboten sind, werden von ihm mit einem Tabu belegt. Setzt er ein Zeichen, dass in einer Zone nicht gefischt werden soll, wird das jedermann akzeptieren, denn der Fisch, den man in diesem Bereich fängt, würde einen sicherlich Krank machen. Die Dörfer haben meist keinen Strom, ebenso wenig wie fliessendes Wasser, ausser man zählt den nahen Fluss dazu. Hier wird gebadet und gewaschen (nur Frauen). Die Männer haben weniger zu tun - glückliche Menschen, wie gesagt. Sie, die Männer gehen fischen oder jagen, aber nur so viel, wie gerade gegessen werden kann. Es gibt keine Kühlschränke und der frische Fisch schwimmt praktisch vor der Hütte vorbei. Ansonsten gibt es wenig zu tun und es gibt auch wenig materielle Güter. Was man braucht, das hat man und was man nicht hat, braucht man auch nicht. Es werden keine Konsumgüter beworben, die vorgaukeln, dass erst durch sie das Leben besser wird. Kein TV, keine Reklame. Als Selbstversorger sind die Dorfbewohner weniger auf Geld angewiesen und haben auch wenig Gelegenheit, welches zu verdienen. Teuer kommt sie der Transport in die Stadt oder die Gesundheitsversorgung zu stehen. Es gibt keine Steuern zu bezahlen. Einzige Einnahmequelle des Staates ist die Mehrwertsteuer, die wird aber natürlich auch nur in der Stadt erhoben. Umgekehrt ist vom Staat auch nicht viel zu erwarten. Viele Projekte, wie Strassen, Brücken oder Schulen werden von Japan (Reparation?) oder Australien und Neuseeland finanziert.
Die kleinen Gefängnisse in der Hauptstadt sind fast leer. Das häufigste Vergehen ist das Rauchen von Marihuana. Verkehrsregeln gibt es keine, ausser dass man in der Regel rechts fährt. Alles geht gemächlich voran. Zeit scheint das einzige Luxusgut zu sein, das im Überfluss vorhanden ist.
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